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Fontaine de truffe - Höhlentauchen in Frankreich
Nach einem Bericht von Oliver Marsel & Udo Krause

Es ist Frühjahr. Zwei Höhlentaucher aus dem schönen Sachsen sind unterwegs im Périgord, dem berühmten Feinschmeckerherzen Frankreichs. Wir sind zu Gast beim einem Cavern- und Intro Cave Kurs des PATD.

Im Verlauf einer reichlichen Woche schließen wir Bekanntschaft mit einer Gemeinschaft von Menschen, die sich alle dem Spaß, dem Abenteuer und dem Entdeckungsdrang beim Höhlentauchen verschrieben haben.

Wir merken recht schnell dass wir einen gewissen Sonderstatus in diesem Rahmen einzunehmen scheinen.

Denn wir haben uns hier einem Sonderbereich des Höhlentauchens angenommen. Da wir bisher meist in flachen und engen Höhlensystemen wie in Ungarn oder auf den Philippinen unterwegs sind, tauchen wir Side mount, eine für unsere bisherigen Höhlenvorstöße die ideale

Eingang
Die Transparenz scheint fast unendlich zu sein - wir sind begeistert. Schon vom Außenbereich kann man deutlich den Höhleneingang mit seinem Hindernis, einem recht großen Stein, erkennen.

Schnell sind wir in unseren Tauchklamotten.

Als wir im Quelltopf abtauchen sind wir begeistert. Top Sicht, Wassertemperatur recht angenehm und keinerlei wahrnehmbare Strömung.Der Eingangsbereich hat es allerdings doch offenbar in sich. Der große Stein, der den Eingangsbereich zu blockieren scheint, sowie eine Restiction im unmittelbaren Anschluss weisen den Weg ins Innere des Höhlensystems.

Was für normale Taucher ein Problem darstellt, ist für uns dank Side-mount Technik kein Problem. Wo sie sich mit Rückengeräten vorbei- und durchzwängen müssen, können wir mit Leichtigkeit vorbeigleiten. Später sind wir einer Meinung - im Falle der Benutzung von Rückengeräten besser kein Problem in der Höhle zu haben, den Gedanken an den rettenden Ausgang mit seinen Hindernissen vor Augen.

Udo im Eingang
Udo im Eingang
Udo im Sump Die Höhle selbst ist im ersten Sumpf recht groß und angenehm zu betauchen. Die Sicht ist phantastisch. Eine sauber verlegte Hauptleine und wenig abgelagertes Sediment, was zum Problem werden könnte, sowie eine Durchschnittstiefe von 14 Metern (abhängig von Jahreszeit und Wasserstand) schaffen ideale Bedingungen.

Sumpf 1 mit etwa 160 m Länge endet an einer Auftauchstelle, bei der man bei niedrigem Wasserstand schon einmal klettern muss. Wir haben Glück und können den Übergang zum zweiten Sumpf schwimmend überwinden. Nach einem recht großräumigen Teil der Höhle mit relativ glatten Wänden im Sumpf 1, ändert sich das Bild der Höhle in Sumpf 2 schlagartig.

An einer Verzweigung entscheiden wir uns für die rechte Passage. Die Gänge sind eng, verwunden und durch reichhaltige Auswaschungen, Kolken und bizarren Gesteinsformationen gekennzeichnet. Achterbahnartig geht es im Sumpf 2 auf und ab. Die Passage ist auf Grund ihrer geringen Größe nur nacheinander zu betauchen, eine Tatsache, die im Angesicht optimaler Bedingungen kein Problem darstellt. Auch hier finden wir eine exakt verlegte und gut positionierte Hauptleine vor, die ein hohes Maß an Sicherheit darstellt. Sump
Sump

Das "auf" und "ab" des Gangverlaufes erfordert etwas Aufmerksamkeit, macht aber unbestritten den Reiz des Systems aus. Hier braucht man Zeit und Ruhe.

Bald das Ende von Sumpf 2 erreicht. Ab hier heißt es eigentlich klettern um zu weiteren Trockenpassagen und Sümpfen zu gelangen. Das ist recht mühsam und im Moment nicht in unserer Planung enthalten.

Unser Gasvorrat weist uns sowieso in die Schranken und es geht zurück durch einzigartige Passagen, die der Höhle ihren außergewöhnlichen Charakter verleihen.

Sump

Wir sind uns einig -

die Fontaine de Truffe hat uns in ihren Bann gezogen.

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