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Testbericht

Aquata Neopren Trockenanzug "Crush"

Dankenswerterweise wurde mir von der Firma Aquata ihr neuer Neopren Trockenanzug "Crush" zur Verfügung gestellt. (Siehe Schreiben) Bei dem von mir getauchten Modellen sind einige Features noch nicht vorhanden, die bei den im Handel erhältlichen Anzügen Standard sind.

Ausführung

Der Anzug besteht aus 5mm starkem komprimiertem Neoprenmaterial, welchem durch eine grobe Kaschierung ein sehr reiss- und abriebfeste Oberhaut gegeben wurde. Selbst wenn er stark verschmutzt war, ließ er sich leicht reinigen. Die Kniebereiche wurden verstärkt und halten selbst bei schwierigsten Untergrundbedingungen. Im Schulterbereich wurde, wegen der Belastung durch die Jacketbegurtung, eine Gummibeschichtung vorgezogen. Der Anzug ist geklebt, dreifach vernäht und zusätzlich innen mit Dichtband verklebt und besitzt einen Rückenreissverschluss. Aufgrund des 5mm Materials ist er angenehm warm, insbesondere wenn man vorher dünnere Anzüge getragen hat.

Die Hals- und Armmanschetten bestehen nun aus Latex, mein Modell hatte eine Neoprenhalsmanschette, was ich als sehr angenehm empfand. Lt. Information von Aquata besteht aber die Möglichkeit, im nachhinein die Halsmanschetten zu ändern. Am Halsansatz ist der Anzug mit einem Wärmekragen versehen. Die Armanschetten sind innen verklebt und zur Montage eines Handschuhsystems extra lang gehalten. Die Ringe der Handschuhe werden durch die verlängerte Neoprenteile der Arme zuverlässig geschützt.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Trockenanzügen hat man auf angegossene Füsslinge verzichtet und stattdessen Socken aus 3mm komprimiertem Material an den Anzug geklebt. Dieses Verfahren ist nicht unbekannt und hat sich bei anderen Herstellern jahrelang bewährt. Der Unterschied besteht jedoch im Kälteschutzsystem für die Füsse! Aquata hat sich hier für hohe Neoprenstiefel mit unterlegtem Reißverschluss entschieden, was dem Wärmehaushalt des Körpers sehr entgegenkommt. Ich hatte noch nie so warme Füsse!

Die Kopfhaube hat im oberen Bereich unterlegte Entlüftungsöffnungen, das Problem der aufgeblasenen Köpfe hat sich damit erledigt. Taucher mit Vollgesichtsmaske können sich freuen, Aquata hat auch hier mitgedacht und der Haube eine Doppelmanschette im Gesichtsbereich spendiert. Damit auch der Hals nicht friert, ist die Kopfhaube so gestaltet, dass sie in den Wärmekragen gesteckt werden kann.

Die Ventile kommen in bewährter Weise von SI-Tech aus Schweden, das Einlassventil ist drehbar und das Auslassventil einstellbar. Sie versehen zuverlässig ihren Dienst. Für meine Begriffe sitzt das Einlassventil ein wenig zu tief, aber das ist Geschmackssache.

Damit der Taucher seine Ersatzmaske o.ä. ordentlich verstauen kann, besitzt der Anzug am linken Bein eine Tasche, die einhändig bedienbar ist. Ich würde mir die Möglichkeit der Montage einer weiteren Tasche wünschen.

Lieferumfang

Im Lieferumfang befinden sich Anzug, Kopfhaube, Füßlinge, Ventile, Einlasschlauch und Tragetasche.

Der Anzug am ganzen, bei den neuen Modellen sind die Armmanschetten überdeckt, sie haben eine Latexhalsmanschette und eine andere Beintasche.
Der Anzug beim Test, also bei der Arbeit.
Hier sieht man die Überdeckung der Armmanschetten bei den neuen Modellen.
Hier die geänderte Beintasche, die sich unten erweitern lässt
Gut zu sehen, die Vertärkung im, durch die Gurte strapazierten Schulterbereich
Die hervorragenden Neoprenstiefel mit unterlegtem Reissverschluss und Klettbandsicherung.
Fazit

Ein Anzug zum Wohlfühlen und das zu einem Superpreis, sowohl für den ambitionierten Sporttaucher, als auch für den Tekki, hier muss Aquata aber noch etwas nachbessern.

Plus
Minus
Preis
Verarbeitung
Wärmeisolation
Einlassventil zu tief
Handling
nur eine Beintasche
Wärmekragen
Kopfhaube rutscht heraus
Knie und Schulterverstärkung
Nur Latexhalsmanschette
Für Freunde des Frontreissverschlusses hat Aquata nun den Explorer im Programm. Diese hat die selben Features wie der Crush, lediglich wurde zur besseren Bedienbarkeit des Frontreissverschlusses die Materialstärke auf 2mm reduziert und eine Dehnungsfalte angebracht.

 

 

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